Professionelles Personalmanagement – eine Gelddruckmaschine für den Mittelstand.

Hätten Sie Paul Potts entdeckt?

Warum eine Entdeckung ähnlich wie bei Paul Potts viel mit professionellem Personalmanagement zu tun hat und für das Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg verspricht.

Vielleicht runzeln Sie jetzt die Stirn und fragen sich, wo bitte ist hier denn der Zusammenhang? Was hat Personalmanagement, das einen wirtschaftlichen Erfolg zum Ziel hat, mit einem singenden Briten zu tun, der zum Weltstar wurde?
An dieser Stelle sollte ich noch mal ausholen. Vielleicht erinnern Sie sich an Paul Potts? Er war bis zu seinem Auftritt in der britischen Castingshow Britain’s Got Talent im Jahr 2007 recht unscheinbar auf Europas Gesangsradar. Bis zu jenem Tag, als er Simon Cowells Bühne betrat und die Herzen von Millionen von Zuschauern erfüllte – einzig mit seiner atemberaubenden Stimme und Präsenz. Zu Recht fragen Sie sich jetzt, was das mit Personalmanagement zu tun hat. In dem folgenden Blogartikel möchte ich Ihnen zeigen, dass hinter Personalmanagement weit mehr steht, als die administrative Abwicklung der arbeitsvertraglichen, gesetzlichen und ggf. auch tariflichen Bestimmungen. Da sitzen doch eher die Bedenkenträger, die dafür sorgen, dass immer das richtige Gehalt ausgezahlt wird. Die geben also eher Geld aus und holen keines rein. Oder?
So und ähnlich denken noch viele Unternehmen und auch Mitarbeiter, wenn von Personalmanagement oder HR die Rede ist. Die „klassische Administration“ wird dabei immer noch als das Kernstück der Personalabteilung verstanden. Und natürlich lässt sich auch nicht bestreiten, dass diese Tätigkeiten für eine verbindliche, verlässliche und damit auch rechtssichere Gestaltung eines Arbeitsverhältnisses absolut notwendig sind. Keine Frage. Doch reicht eine sorgfältige Wahrnehmung unumgänglicher Aufgaben alleine schon aus, um Professionalität zu begründen?
Ich glaube nicht.

Inhaltsverzeichnis
• Was macht den Personalmanager zum Profi?
• Der HR-Profi entdeckt die versteckten Diamanten
• Der HR-Profi nimmt Stars unter Vertrag
• Der HR-Profi ist Seelsorger
• Der HR-Profi bestimmt das Spiel
• Der HR-Profi ist Fitnesstrainer für die Zukunft
• Zusammenfassung

Was macht den Personalmanager zum Profi?

Nicht allein die Erfüllung von Notwendigkeiten, denn dann sind wir beim Durchschnitt.
Einem Profi werden „professionelle Eigenschaften zugeschrieben werden.“ Das sind Eigenschaften, die über das normale, festgeschriebene Maß hinausgehen. Erwartet werden höhere Kenntnisse, Fähigkeiten, Eigenschaften, die über Standards und Notwendigkeiten hinausgehen. Diese Eigenschaften sind aber nicht nur Ausdruck etwaiger besonderer Talente oder das Ergebnis einer guten Ausbildung. Sie sind die Folge einer besonderen Haltung dieser Menschen. Denn Profis sind Menschen, die nicht nur die Forderungen anderer Menschen erfüllen wollen, sondern sich immer wieder ausrichten, an den fachlichen Ansprüche, die Sie an sich selbst stellen, die sie kontinuierlich steigern und die sie jeden Tag aufs Neue erfüllen wollen.
Der HR-Profi bietet gerade aufgrund dieser Haltung also mehr als nur ein funktionsfähiges Personalwesen. Denn das ist Standard. Doch mehr von was?

Der HR-Profi entdeckt die versteckten Diamanten

Was braucht ein Unternehmen – außer seinem Produkt oder seiner Dienstleistung – am meisten, um eben Produkt oder seine Dienstleistung zu entwickeln und auf dem Markt anbieten zu können? Richtig! Mitarbeiter. Aber nicht irgendwelche Mitarbeiter. Ein Unternehmer braucht die besten Mitarbeiter! Diejenigen, die über herausragende fachliche und auch menschliche Kompetenzen verfügen. Diejenigen, die zudem von ihren Wertvorstellungen, ihrer Haltung und ihrem Können exakt zum Unternehmen passen. Es geht darum genau diese Mitarbeiter zu finden, für das Unternehmen zu gewinnen und mit ihnen gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Genau diese Mitarbeiter sind es, die Unternehmen erfolgreich machen. Damit Sie diesen Erfolg mit den Mitarbeitern haben brauchen Sie auch Personaler, die die Fähigkeit haben, solche Bewerber aufzuspüren. Genau den Diamanten unter den Kandidaten zu finden – der vielleicht auf den ersten Blick in seiner Außenwirkung nicht hervorsticht und ihm dann die Bühne zu geben, die ihn seine vollen Pracht entfalten lässt.

Der HR-Profi nimmt Stars unter Vertrag

Besonders bei Mitarbeitern, die fest angestellt werden, ist ein wichtiger Aspekt, dass sie ihre Stärken leben können und im besten Fall sogar, durch ihre Tätigkeit neue an sich entdecken. So steigern sich der eigene Erfolg und der Spaß. Dies hat dann eine Wechselwirkung zum Unternehmen: erfolgreiche, hoch motivierte Mitarbeiter schaffen erfolgreiche Leistung.

Was sind Star-Komponenten?


Grafik: Britta Redmann

Umso entscheidender ist es, genau die passenden Persönlichkeiten zu finden und auch nur diese unter Vertrag zu nehmen. Eine herausfordernde Aufgabe – gerade in den heutigen Zeiten, die dadurch geprägt sind, dass faktisch weniger jüngere Mitarbeiter auf dem Markt verfügbar sind, ein gemeinsames Werteverständnis immer wichtiger wird und Arbeitnehmer viel stärker auf die Erfüllung ihrer eigenen Bedürfnisse achten. Es reicht nicht aus, „nur“ eine Anzeige zu schalten und sich mit dem Unternehmen nach außen nett zu präsentieren und abzuwarten, was dann kommt. Der Arbeitsmarkt hat sich verengt. Gefragte Mitarbeiter haben selber Auswahlmöglichkeiten, sich das für sie und ihren Vorstellungen passende Unternehmen auszusuchen. Unternehmen werden durch Feedbackplattformen, wie z.B. Kununu transparent. Es kommt also sehr darauf an, dass das, was ich hier in meiner Bewerberansprache nach außen tragen, auch der nach innen gelebten und empfundenen Kultur entspricht. „Walkt he Talk“ ist hier ein ganz entscheidender Grundsatz. Der HR-Profi ist hier ein starker Erfolgsfaktor dafür, die Unternehmenskultur nach außen zu tragen und zu verkörpern. Daher ist es wichtig, dass er „raus geht“, sich erlebbar macht. Der HR-Profi mischt daher mit, er ist vernetzt und „entdeckt“ Talente auf ungewöhnlichen neuen Wegen und an untypischen Orten – nämlich da, wo sie sich aufhalten. Er ist neugierig auf Menschen und entdeckt so die „rohen Diamanten“.

Innere und nach außen wirkende Fähigkeiten eines HR-Profis:

Grafik: Britta Redmann

Der HR-Profi ist Seelsorger

Viele Unternehmen beschäftigt derzeit der Umbruch und Wandel in der Arbeitswelt. Es entstehen neue Arbeitsweisen, wie z.B. mobiles oder agiles Arbeiten. Hier wird teilweise in Firmen noch experimentiert und nicht allen möglichen Bewerbern sagen diese neuen Arbeitsmethoden mit ggf. auch neuen Karrieremodellen gleichermaßen zu. Und nicht nur für „neue“ Mitarbeiter sind veränderte Arbeitsbedingungen eine Herausforderungen. Aktuelle Diskussionen über die richtige Führung oder auch neue Anforderungen an Mitarbeiter oder Zusammenarbeit im Rahmen von „NewWork“ oder der Digitalisierung, führen teilweise zu erheblichen Verunsicherungen in einer bestehenden Belegschaft. Für viele Betriebe wäre es fatal, wenn durch diese hervorgerufenen Ängste, die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter eingeschränkt wäre. Hier gilt es an die Neuerungen heranzuführen, den Nutzen zu verdeutlichen, in Kontakt mit den einzelnen Kollegen zu stehen und aufkeimende Ängste zu nehmen. Was heißt das für den Personaler? Der professionelle Personaler weiß, wie mit Veränderungen umzugehen ist und steht sowohl den Führungskräften als auch Mitarbeitern zur Seite und nimmt sich ihrer Sorgen und Nöte an. Er ist da. Er hört zu. Er versteht. Er hilft. Er ist eine Vertrauensperson.

Der HR-Profi bestimmt das Spiel

Eine weitere Aufgabe, die den Personaler zum HR-Profi macht, ist ähnlich wie ein Fußballtrainer dafür zu sorgen, dass das Zusammenspiel der Spieler bzw. dann hier der Kollegen miteinander gelingt.
So ist es wichtig, dass neuen Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben wird, sich gut in das bestehende Team integrieren zu können. Schließlich sollen sie auch schnell eingespielt werden, um richtig punkten zu können. Hier geht es um die Verbindung von mehreren Bedürfnissen: der „Neue“, der von außen kommt und seine eigene Geschichte hat. Nicht nur, dass er seine eigene Vorstellung von einer erfüllenden Tätigkeit hat, er möchte „andocken“ und sich einfinden, in eine Zusammenarbeit, die ihm entspricht und die ihn gerne seinen Teil zum Erfolg beitragen lässt. Alle haben das gleiche Ziel, denn seine Teamkollegen möchten so schnell wie möglich einen vertrauten und verbindlichen Umgang miteinander, um so mit und im Team ihre Höchstleistung zu steigern und zu entfalten. Und nicht zuletzt möchte die Organisation, dass sich alle miteinander gut in die entsprechende „Unternehmenskultur“ einfügen und diese stärken. Verschiedene Vorstellungen und Gefühle von mehreren Menschen prallen aufeinander und diese wollen (und sollen) ein gemeinsames „großes Ganzes“ werden. Und zwar so, dass die in den Vorstellungsgesprächen besprochenen Wünsche und Erwartungen aller Parteien erfüllt werden.

Der HR-Profi ist Fitnesstrainer für die Zukunft

Nun sind im Optimalfall sowohl das Team, als auch der Unternehmer glücklich damit, diesen Mitarbeiter für sich gewonnen zu haben. Damit enden jedoch die Aufgaben eines professionellen Personalmanagements bei weitem nicht. Nein, nun geht es darum, den Mitarbeiter zu begleiten, sich „fit für die Zukunft“ zu machen und damit das Leistungslevel des Unternehmens auch zukünftig aufrecht zu erhalten und zu steigern. Vorstellbar sind hier verschiedene persönliche Weiterentwicklungsmaßnahmen oder Impulse zu setzen, die das gesundheitliche Wohl des Mitarbeiters unterstützen. Im Fachjargon sprechen wir hier von Personalentwicklung und Gesundheitsmanagement.

Fazit:

Wenn wir hier kurz einmal zusammenfassen, dann ist festzuhalten, dass professionelles Personalmanagement dann vorliegt, wenn es mehr liefert, als die notwendige Administration. Professionell wird es da, wo es darum geht, die für das Unternehmen passende Mannschaft zusammenzustellen und hier die Stars zu finden. Konkret heißt das, Talente zu entdecken, zu gewinnen und zwischen Menschen Beziehungen zu gestalten und Verbindung zu schaffen.

Für diese Aufgaben braucht es den HR-Profi vor Ort. Denjenigen, der die Kultur der Organisation kennt und alle Personalprozesse so ausrichtet, dass sie die gewünschte Kultur fördert und unterstützt. Und wenn nur jedes mittelständische Unternehmen nur einen „Paul Potts“ hätte, wäre der Welterfolg nicht schon gesichert?

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